Freitag, 26. Januar 2018

Natur pur: Vitamin-Maske mit Hagebutte

Natur pur: Die Hagebutten-Kosmetik pflegt mit natürlichem Vitamin C

Hautpflege gehört zu unseren täglichen Ritualen, vor allem der Hygiene wegen. Doch ab und an sollten wir unserer Haut etwas Besonderes gönnen, eine Gesichtsmaske etwa.

Hagebutten, volle Vitamin-Power


Möchte man seine Haut mit Vitaminen verwöhnen, so sind Hagebutten eine gute Wahl. Sie enthalten besonders viel Vitamin C, daneben die Vitamine A, E und K.
Außerdem besitzen sie einen hohen Anteil an Gerbstoffen und Fruchtsäuren.

Was wird für diese intensive Maske benötigt?


Zutaten


30g Hagebuttenöl (auf Sojaölbasis)
10g Hagebuttentinktur 40 %ig
20g Ringelblumentee
3g Bienenwachs
3g Rosenwachs

Vorbereitungen

Herstellung der Pflanzenauszüge


Damit man das gesamt Vitamin-Potential der Hagebutte nutzen kann, wird für die Gesichtsmaske ein Ölauszug und ein alkoholischer Auszug angesetzt.
Ich habe mit dem alkoholischen Auszug begonnen, da dieser etwa 14 Tage benötigt, bis die Wirkstoffe ausgelöst sind.

Dafür wurden getrocknete Hagebutten von mir in einer alten Kaffeemühle zerkleinert. Anschließend kamen sie in ein 100ml Schraubglas. Ein Drittel des Glases nahm das Mahlgut etwa ein. Mit 40%igem Alkohol, in dem Falle Korn, wurde bis oben hin aufgefüllt.
Nach 2 Wochen war der Ansatz fertig.

Für den Ölansatz habe ich den verbliebenen Trester genutzt. Ich nutze gern Sojaöl. Die Prozedur ist dabei die gleiche, wie beim Topinamburöl beschrieben.

Warum kein neues Mahlgut nötig ist?


Mit dem Öl bekomme ich ohnehin nur die verbliebenen öllöslichen Wirkstoffe gelöst und die sind in dem Trester noch vorhanden.
Der Verbrauch an Hagebutten reduziert sich dadurch um die Hälfte, ein schöner Nebeneffekt.

Hagebutten-Maske, die Arbeitsanleitung


Sind die Hagbutten-Zutaten einsatzbereit, kann gerührt werden.
Zunächst wird ein Ringelblumentee gebrüht: 1EL Ringelblumenblüten auf 1 Tasse Wasser.

Während der Tee zieht, wird das Öl mit dem Wachs vorsichtig erwärmt.
Sobald das Wachs vollständig aufgelöst ist, wird das Öl vom Herd genommen. Nun kommt der Ringelblumentee und die Hagebutten-Tinktur hinein. Anschließend muss die Mischung gerührt werden, bis sich eine schöne Emulsion gebildet hat. Ich nutze dafür einen kleinen Mixer. Durch die hohe Drehzahl verbinden sich die Wirkstoffe besonders gut.




Die fertige Maske ist sofort einsatzbereit und kann in einen vorbereiten Glastiegel abgefüllt werden. Sie reicht für 3 bis 6 Anwendungen, je nach dem, wie üppig man aufträgt. Durch den Alkohol hält sich der Rest im Kühlschrank noch mindestens 6 Monate.

Beabsichtigte Wirkung der Hagebutten-Maske


Das ACE-Vitamin-Trio hat sich in der Kosmetik als bewährte Anti-Aging-Formel etabliert. Diese Vitamine gelten als gute Radikalfänger, dass sind Stoffe, die aggressive Stoffwechselsubstanzen neutralisieren können. Man nimmt an, dass so der Hautalterung entgegengewirkt werden kann.

Vitamin K wird gern in Kosmetikformulierungen gegen Hautunreinheiten eingesetzt. Es stärkt die Wände der feinen Äderchen, kommt daher auch für Couperose-Haut in Betracht.

Gerbsäuren wirken tonisierend und porenverfeinernd. Sie sind in Hagebutten und Ringelblumen enthalten.
Darüber hinaus gilt Ringelblume als Regenerations-Stimulans für das Bindegewebe der Haut.

Für wen ist die Hagebutten-Maske geeignet?


Wegen der Vielzahl an Antioxidantien empfiehlt sich die Maske besonders für reife Haut. Sie zeigt oft große Poren und rote Äderchen.

Auch unreine Haut kann damit gepflegt werden. Die enthaltenen Fruchtsäuren besitzen einen gewissen Peelingeffekt und können Verhornungen der Haut sanft lösen.

Die Fette sorgen dafür, dass auch trockene Haut nicht zu kurz kommt. Im Sojaöl enthaltenes Lecithin etwa gilt als feuchtigkeitsbewahrend, Ölsäuren wirken rückfettend.

Fazit


Zugegeben, etwas aufwändig ist die Herstellung der Hagebuttenmaske schon. Doch durch die lange Haltbarkeit lohnt sich die Arbeit. Wer mag kann durchaus eine größere Portion herstellen. Die einfachste Methode ist, die Mengen der Zutatenliste zu verdoppeln. Der Ölauszug und die Tinktur sollten dafür ausreichen.

Ich wünsche allen ein gutes Gelingen!







Dienstag, 16. Januar 2018

Intervall-Fasten, gesundes Hungern

Intervallfasten für Anti Aging und Gesundheit

Weihnachten, Ostern, Geburtstage sind Feste, zu denen traditionell besondere kulinarische Köstlichkeiten gereicht werden. Kehrt der Alltag wieder ein, merkt so mancher, dass die Kleidung nicht mehr richtig passt. Der Gedanke an eine Diät keimt auf.

Fasten hat eine lange Tradition


Für unsere Vorfahren begann nach den üppigen Festen das Fasten - doch nicht allzu abrupt. Vorher war es Brauch noch einmal richtig über die Stränge zu schlagen. Wir kennen diese Zeit als Karneval. Allerdings ist der Ursprung des närrischen Treibens in den Hintergrund gerückt. Tatsächlich befolgen die wenigsten Menschen anschließend die strengen kirchlichen Fasten-Vorschriften.

Fasten als Jungbrunnen und zur Gewichtsreduktion


Inzwischen wurde das Prinzip des Fastens wiederentdeckt und findet als Gesundheits-Trend Beachtung.
Nach dem es jahrelang hieß, Fasten tauge nicht zum Abnehmen, zeigen aktuelle Forschungen, dass man mit bestimmten Fastenformen sehr wohl zu einer dauerhaften Gewichtsreduzierung gelangen kann. Sie werden als Intervallfasten oder Kurzzeitfasten bezeichnet.
Neben der Gewichtsreduktion verspricht das Kurzzeitfasten die Gesundheit zu fördern, und enthält als Bonus einen Anti Aging Effekt.

Fasten-Intervalle


Für eine Gewichtsreduktion gelten verschiedene Intervall-Zeiten als wirksam.
Eine mögliche Variante des Intervallfastens ist die 5:2-Diät. Sie basiert auf der Annahme, dass zwei Fastentage innerhalb einer Woche die Energiebilanz auf Dauer ins Minus rutschen lassen.
An den Fastentagen sind bis 25 Prozent der benötigen Nahrungsenergie erlaubt. Das entspricht einer Energiezufuhr von maximal 600 Kalorien. An den anderen Tagen wird ganz normal gegessen.

Auch die Variante 1x pro Woche verspricht den gewünschten Effekt der Gewichtsreduktion.

Noch reduzierter kommt die 16:8 Strategie daher, dass bedeutet mindestens 16 Stunden am Stück nicht essen. Mit der nächt­liche Nahrungspause und dem anschließenden Auslassen des Frühstücks kann man die 16 Stunden einigermaßen leicht überstehen.

Ähnlich funktioniert das Dinner Cancelling, bei dem die Abendmahlzeit weggelassen wird. Hier gilt als Regel, keine Nahrungsaufnahme nach 17 Uhr.

Internsiver hingegen ist der Fastenzyklus 1:1. Hier folgt der tägliche Wechsel zwischen Fasten und normalem Essen, in England auch als Eat-Stop-Eat oder Every Other Day Diet bekannt. Dabei wird an den Fastentagen  noch weniger als bei den anderen Methoden verzehrt oder ganz auf das Essen verzichtet.

Viele Publikationen sind zum Thema Kurzzeitfasten sind bereits erschienen. Doch das Buch "The Fast Diet" sorgte in England ordentlich für Wirbel und löste einen regelrechten Hype aus.





Forschungsergebnisse zum Kurzzeitfasten


Wissenschaftler, die sich mit Übergewicht und chronischen Erkrankungen auseinandersetzen, erforschten bereits die genaueren Abläufe während des Fastens im Stoffwechsel. Ihre Untersuchungen legen nahe, dass der Körper sich regeneriert und Alterungsprozesse verlangsamt werden.

An Fliegen, Mäusen und Ratten konnten Forscher sogar lebensverlängernde Effekte nach­weisen.
Doch auch Untersuchungen mit normal- und übergewichtigen Menschen zeigten neben der Gewichtsabnahme Verbesserungen verschiedener Gesundheitsindikatoren, etwa der Insulinresistenz. Daneben beobachteten sie die Reduzierung verschiedener Risikofaktoren, die für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen verantwortlich sind.

Nachdem man in Amerika seit langem Forschungen zum Kurzzeitfasten betreibt, hat endlich auch Europa mit Studien nachgezogen. Sie bestätigen im wesentlichen die positiven Ergebnisse.
So vermutet etwa das Team um Professor Dr. Frank Madeo von der Universität Graz, dass kurzzeitige Fasten-Intervalle auch unser Altern verzögern können.
Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum in München entdeckten positive Effekte auf den Leberstoffwechsel. Diese Erkenntnis ist um so bedeutsamer, da die nichtalkoholische Fettleber, hervorgerufen durch Bewegungsmangel in Verbindung mit hochkalorischer Kost, ein zunehmendes Gesundheitsproblem unserer Zeit darstellt.

Fazit


Trotz aller positiven Ergebnisse, bleibt festzuhalten, dass auch das Kurzzeitfasten nur dauerhaften Erfolg verspricht, solange man es praktiziert. Doch die, durch aktuelle Forschungen erlangten Erkenntnisse sind durchaus motivierend, das Intervallfasten kontinuierlich zu betreiben.

Angefixt durch die Recherchen zu diesem Post habe ich nun tatsächlich den Entschluss gefasst das Intervallfasten auszuprobieren.
Das große Plus: Es erscheint mir unkompliziert in den Alltag integrierbar und benötigt keine aufwendige Vorbereitung.





Mittwoch, 3. Januar 2018

Schwedenbitter, das Wunderelixier

Gesunde Verdauung für einen gesunden Körper mit traditionsreichem Schwedenbitter

Zu einer schönen Feier gehört ein festliches Essen. Als energiereiche Nahrung noch erlegt werden musste, kam rare Kost nur zu besonderen Anlässen auf den Tisch.
Gutes Essen hat besonders an Weihnachten und Ostern, an Geburtstagen und Hochzeiten Tradition. Doch oft fühlt man sich nach ausgedehnten Festgelagen unwohl. Fette Speisen und üppige Portionen bringen die Verdauung an ihre Grenzen.

Man entdeckte zum Glück, dass verschiedene Kräuter geeignet sind, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen. Einige von ihnen sind extrem bitter. Allen voran der Wermut. Für mich ist er das bitterste Kraut, das ich je kennenlernte.
Sennesblätter mit ihren abführenden Eigenschaften kommen oft in Rezepturen gegen Verstopfung zum Einsatz.

Kräutertee und Kräuterschnaps


Um die Verdauung anzuregen, empfiehlt sich nach einem guten Essen traditionell ein Kräuterschnaps. Wer keinen Alkohol trinkt, kann auch einen entsprechenden Tee einnehmen.
Selbstgemachtes liegt ja im Trend. Auch einen Verdauungstrunk herzustellen ist leichter, als gedacht. Wieder im Kommen ist der Schwedenbitter. Ein Getränk, welches durch die Bücher der Kräuterfrau Maria Treben bekannt gemacht wurde. Sie hat dieses segensreiche Getränk nicht erfunden. Doch sie nutzte es und lobte auf Grund ihrer langlährigen Erfahrungen seine positiven Wirkungen.

Rezept für den kleinen Schwedenbitter

Die Kräuter:

10 g Angelikawurzel
10 g Kampfer (nur Naturkampfer verwenden!)
10 g Wermutkraut (statt Wermut kann auch Aloe oder Enzianwurzel verwendet werden)
10 g Sennesblätter
10 g Rhababerwurzel
10 g Zittwerwurzel
10 g Manna
10 g Theriak venezian
5 g Eberwurzwurzel
5 g Myrrhe
0,2 g Safran

Einige der Zutaten sich schwer zu bekommen, etwa der Teriak. Doch es gibt inzwischen verschiedene Anbieter, welche die spezielle Kräutermischung verkaufen.



Zubereitung:

Die Kräuter werden in ein Glas mit 1,5 l Korn oder anderem 38-40%igen Alkohol gefüllt. Nach dem Verschließen zieht die Mischung mindestens 14 Tage bei gelegentlichem Schütteln.  Ich lasse den Ansatz immer 4 Wochen stehen. Danach wird er abgefiltert.

Anwendung als Magentonikum: 


Der ausgelaugte Kräuterrest kommt bei mir nicht in den Abfall. Er enthält immernoch genügend Wirkstoff, um daraus einen Verdauungstee zu bereiten. Auf 1 große Tasse gebe ich einen Teelöffel Trester.

Schwedenbitter sollte nur in kleinen Mengen konsumiert werden. Ein Teelöffel morgens und abends reicht im Grunde aus. Ein Esslöffel nach einer üppigen Mahlzeit hilft bei der Verdauung. 

Nachgesagte Wirkungen des Schwedenbitter


In der "Alten Handschrift", verfasst im 18. Jh., die durch Maria Treben bekannt gemacht wurde, finden sich über 40 Anwendungen des Schwedenbitter. Er wird eingenommen, auf Wunden gebracht und als Auflage empfohlen.
Narben, auch wenn sie noch so veraltet sind, Wundmale und Schnitte sollen damit verschwinden
Es heißt, alle Wunden, die mit diesen Tropfen behandelt werden, hinterlassen keine Narben, wenn man sie bis 40 mal damit anfeuchtet.

Er soll äußerlich angewandt gegen Schwindel helfen, das Gedächtnis stärken, gerötet Augen besänftigen, Ausschläge aller Art beseitigen.

Eingenommen soll er die Verdauung verbessern, gegen Koliken, bei Magenleiden und Stuhlverstopfung helfen. Man empfiehlt die Einnahme bei Nierenleiden, gegen Depressionen und Melancholie.

In der Alten Handschrift steht am Schluss: "Wer täglich diese Tropfen früh und abends nimmt, braucht keine andere Medizin, denn diese stärken den Körper, erfrischen die Nerven und das Blut, nehmen das Zittern der Hände und Füße. Kurz, sie nehmen überhaupt alle Krankheiten. Der Körper bleibt straff, das Gesicht jugendlich und schön"

Wegen seiner verdauungsfördernden Wirkung gilt Schwedenbitter heutzutage als hilfreich beim Abnehmen.

Nebenwirkungen


Da Schwedenbitter mit Alkohol angesetzt wird, ist er für Alkoholkranke nicht zu empfehlen.
Auf Wunden aufgebracht brennt er gehörig.
Wegen seiner menstruationsfördernden Wirkung sollten Schwangere auf seine Anwendung verzichten. Kurz vor der Geburt angewandt hingegen soll er den Geburtsvorgang erleichtern.

Meine Erfahrungen mit dem Schwedenbitter


Für mich ist der Schwedenbitter vor allem ein Verdauungsförderer. Dabei reicht es aus, einen Esslöffel nach dem Essen einzunehmen.

Schön für mich: Endlich tägliche Erleichterung.