Sonntag, 31. Dezember 2017

Silvester, die Zeit der Orakel

Altes Brauchtum an Silvester. Einst magische Zeit, heute ein Party-Event

Der Jahreswechsel wird in vielen Kulturen feierlich begangen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ein reiches Brauchtum um diesen Termin entwickelt. Einiges hat sich bis in unsere Zeit erhalten. Oft kennen wir nicht einmal mehr den Ursprung. Orakel wurden befragt, Aberglauben verbreitet. Man sah in zufälligen Zeichen die Zukunft, hoffte auf Reichtum und Gesundheit.

Lärmen für ein gutes Jahr


Früher glaubte man, Geister und Unglück können mit Lärm und bestimmten Ritualen abgewendet werden. Ohne uns dessen bewusst zu sein begrüßen wir noch heute mit Böllern und Feuerwerk das neue Jahr.

Glücks-Magie


Viele der typischen Glücks-Symbole, wie Fliegenpilz und Kleeblatt, wachsen nicht einmal zu dieser Jahreszeit. Dennoch sind sie auf vielen Grußkarten oder Geschenken abgebildet. Auch Schweine bringen Glück. In grauer Vorzeit gehörten sie zum feierlichen Festgelage. Sie symbolisierten Wohlstand und Überfluss. Glück und Gesundheit zu wünschen, einst als magische Formel gedacht, ist noch in unserer Zeit eine gern genutzte Geste, mit positivem psychologischen Effekt.

Liebesorakel an Silvester


Neben den Glücksbringern bemühte man Orakel, um die Zukunft zu erkennen. Junge Mädchen  hofften auf eine besondere Liebe oder Heirat, die sich durch günstige Vorzeichen fürs neue Jahr ankündigt. Beliebt war einst das Apfelschalenwerfen.
Schälte man etwa einen Apfel, ohne das der Schalenstreifen reißt, so konnte man diesen Streifen über die Schulter werfen. Bildete er am Boden die Form eines Buchstabens, so wusste man, wie der Anfangsbuchstabe des künftigen Liebsten lautet.

Silvester hat die Waschmaschine frei


Schon meine Mutter hielt sich daran: An Weihnachten und Silvester wird keine Wäsche gewaschen. Nach altem Aberglauben soll das Unglück bringen.
Vor Jahren als ich verreisen wollte, brach ich mit diesem Aberglauben. Ein großer Berg Wäsche wurde von mir noch schnell gereinigt und auf den Boden zum Trocknen gebracht. Als ich zurückkam war der Dachstuhl ausgebrannt.
Zugegeben, es ist nur ein Zufall - aber ich habe seit dem nie mehr an Weihnachten und zum Jahreswechsel  etwas gewaschen.


Dienstag, 12. Dezember 2017

Natürliches Massageöl für straffe Haut

Hautöl mit festigenden Wirkstoffen für Massage und Hautcremes

Topinambur für Kosmetik-Anwendungen


"Nahrungsmittel seien eure Heilmittel" meinte schon ein berühmter Gelehrter des Altertums. Bereits damals erkannte man den Zusammenhang von Gesundheit und Schönheit. Diese einfache Erkenntnis gilt bis in unsere Zeit. Nutzte man die Stoffe damals eher intuitiv, so können wir heute die Wirkmechanismen, dank des technischen Fortschritts genauer beleuchten.

Von der Topinambur etwa wissen wir, dass sie reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist. Inzwischen kennt man sie als gesundes Nahrungsmittel. Um diese Wirkstoffe  kosmetisch nutzen zu können, müssen sie aus der Pflanze heraus gelöst werden. Doch nur einige lösen sich in Fett, andere benötigen dafür Wasser oder Alkohol.

Zu den fettlöslichen Inhaltsstoffen der Topinambur zählt das Vitamin K. Von diesem Vitamin weiß man, dass es unter anderem an der Kollagen-Synthese beteiligt ist.

Das richtige Pflanzenöl


Damit die wertvollen Inhaltsstoffe ihre wohltuenden Wirkungen entfalten können, benötigt man ein geeignetes Öl, welches als Trägerstoff für die Extrakte der Topinambur dient. Ein solches Öl ist das Sojaöl. Dieses Pflanzenöl ist reich an Lecithin, einem Stoff, der besonders gut in die Haut eindringt und hervorragend pflegt. In Studien wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass Sojaöl als Trägeröl für verschiedene Wirkstoffe bestens geeignet ist.

Topinamburöl Rezept


Die Herstellung von Topinamburöl ist ganz einfach. Man benötigt ein Glas, eine Knolle Topinambur und Sojaöl.
Die Knolle wird zerkleinert und in das Glas eingefüllt. Ich verwende dafür ein leeres Schraubglas. Diese Gläser fallen im Haushalt ja immer wieder mal an und sind im Grunde viel zu schade für den Müll.

Die Topinamburknolle wird möglichst fein zerkleinert, in das Glas gefüllt und vollständig mit dem Sojaöl bedeckt. Nun wird die Mischung erhitzt, entweder im Wasserbad oder direkt auf der Herdplatte. Stellt man das Glas direkt auf den Herd, sollte die Temperatur vorsichtig gesteigert werden. Da Schraubgläser der Konservierung dienen, halten sie diese Prozedur in der Regel gut aus. Beginnen gelegentlich Blasen aufzusteigen, ist die richtige Temperatur, etwa 80°C, erreicht. Mit einem geeigneten Thermometer lässt sich die Temperatur leicht kontrollieren.


Man lässt die Mischung etwa eine halbe Stunde simmern. Danach kann sie abkühlen. Nach 24 Stunden wiederholt man den Vorgang. Nach dem Abkühlen wird das fertige Öl abgefiltert und ist einsatzbereit.

Wirkung des Massageöls


Das Topinamburöl eignet sich als Massageöl für den gesamten Körper. Sojaöl wirkt feuchtigkeitsspendend und glättet die Haut. Sowohl trockene, normale als auch empfindliche Haut kommen mit diesem Pflanzenöl gut zurecht.
Die gewebestärkenden Wirkstoffe der Topinambur sind sowohl für die Pflege des gesamten Körpers als auch für die Gesichtshaut hervorragend geeignet.